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Image by Carlita Benazito
Image by Irene Kredenets
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jede Seite ist ein lebendiges Blatt
jeder Vers — ein Blütenblatt, das erblüht
in der Seele dessen, der liest

tritt ein – barfuß im Geist –
und verliere dich in der Unendlichkeit der Poesieräume
wo jedes Wort ein Tor ist
und jede Stille zwischen den Zeilen ein Geheimnis

 Willkommen im ewigen   Garten der Poesie 

Wer bin ich?

 

wer fragt das?

 

nicht ein Gedanke, sondern die Unruhe

das „Ich“ fragt nach sich selbst

 

der Spiegel sucht sein Gesicht 

der Traum fragt, wer träumt

die Welle hält inne und will wissen, ob sie Wasser ist

 

vielleicht glaubst du die Geschichte, die du dir erzählst 

aber du bist weder deine Persona, noch dein Körper

du bist der Inhalt

 

wenn du heute aufwachst, bist du derselbe wie gestern?

dein Körper hat sich verändert

deine Gedanken sind andere

deine Gefühle kommen und gehen

 

was bleibt?

wer bemerkt den Körper?

wer sieht die Gedanken kommen und gehen?

 

wenn du sagst: „Ich bin das Bewusstsein“ –

wer sagt das?

 

... Stille.

 

das „Ich“, das du suchst, ist immer einen Schritt zu spät

es erscheint erst, nachdem etwas erlebt wurde

so wie ein Echo, das glaubt, die Stimme zu sein ...

du bist nicht der, der denkt, fühlt oder handelt

 

und doch geschieht Denken ...

... und doch geschieht Fühlen ...

... und doch geschieht Leben ...

 

hier beginnt die Verwirrung

 

denn der Verstand will jemanden finden –

einen Mittelpunkt

einen, der verantwortlich ist

 

aber was, wenn da niemand ist?

was, wenn das, was du „Ich“ nennst, nur eine Gewohnheit ist?

ein Wort, das Bewegung benennt –

ein Zeigefinger, der auf nichts zeigt

 

du atmest –

ohne dich

 

dein Herz schlägt –

ohne Erlaubnis

 

Gedanken erscheinen –

ohne Autor

 

wer bist du zwischen zwei Gedanken?

nicht der Gedanke davor –

und nicht der Gedanke danach

 

Nichts, das man festhalten kann –

und genau das ist es.

 

das Ich ist ein Durchgang

 

das Leben fließt hindurch und nennt es „mich“

so wie der Wind durch die Bäume zieht

und das Rascheln für eine Stimme gehalten wird

 

ja ...  und plötzlich kippt die Frage

 

nicht mehr: wer bin ich?

sondern: warum dachte ich, jemand sein zu müssen?

 

und vielleicht merkst du auch, dass hier die Suche nicht endet –

sie löst sich einfach auf

 

du findest dich nicht –

du hörst nur auf, dich zu übersehen

und für einen Moment

– vielleicht nur für einen Atemzug –

ist da kein Ich mehr

nur das, was ist

Ein Funke genügt 

um alles zu entfachen

Zwischen Wind und Flamme entsteht Leben –

Atem, Feuer, Liebe.

 

Die Luft trägt den Atem der Welt,

unsichtbar –

und doch nährt sie jede Flamme.

Das Feuer antwortet mit Licht,

wärmt und erinnert das Herz daran, 

dass Nähe ein Zuhause sein kann.

 

Wo Luft und Feuer sich begegnen, 

beginnt ein tiefes Leuchten:

Herzen finden ihren Takt,

und Liebe ihren Atem.

 

Heller als Sterne kann ein einziges Licht sein,

wenn zwei Herzen denselben Funken hüten.

Und manchmal genügt ein einziger Funke:

Luft. Feuer. Leben.  

Liebe.

Image by Kyle Peyton

EWIGKEIT

im Einklang mit dem Traum

Du bist nicht, was du zu sein scheinst —

ein Schatten im Dämmerlicht,
sondern göttliches Feuer,

geboren aus fernen Sonnen,

die du nie gekannt hast.


Du bist nicht nur der Leib, der sich windet,
sondern der Himmel, der in deiner Brust spricht

und die Sterne die in dir leben.

Du bist die Maske der Zeit,
doch du bist aus der Ewigkeit geformt.


Ein Gedanke kommt, ein anderer geht —
du bist die Leere, das sie einhüllt,

der Raum, der alles umfasst.

Du bist nicht der Sturm der Worte,
sondern der Frieden, der im Wind fließt,

ungreifbar und ewig.


Du bist der stille Zeuge des Kommenden

und des Gehenden,
der Weg, der durch dich hindurchführt,

zum Ursprung des Seins.

Im Raum zwischen Gedanken und Sehnsucht,
dort bist du — unsterblich,

und doch verwoben mit dem Wandel.


Du bist die Welle und das Meer,

der Pfad und der Stern,
du bist das Unendliche

im zerbrechlichen Körper des Lichts.

In der Dunkelheit des Unbekannten

bist du der Funken des Wissens,
im Licht des Verstehens

bist du die Schatten der Zweifel.
Du bist das Leben und der Tod,
die Ewigkeit und der Moment —

alles in einem Atemzug.

Und wenn du dich selbst findest,
verlierst du nichts, sondern wirst eins mit allem,
ein Tropfen im Ozean der Unendlichkeit,
der zurückkehrt, um sich selbst zu erkennen.

Jetzt ist besser als perfekt

Fluss und Ufer

Zeit & Ewigkeit

die Zeit fließt durch unser Leben

wie ein Fluß durch wechselnde Landschaften

mal reißend, mal still

wir bauen Häuser an seinen Ufern

lieben, lachen, wandeln und beginnen neu

jenseits des Flusses steht die Ewigkeit

wie ein alter Baum

dessen Wurzeln wir im Alltag vergessen

während seine Krone uns Schatten schenkt

jeder Herzschlag trägt das Fließen und das Bleiben

wer die Tiefe umarmt, versteht die Stunden

teilst du Zeit, spürt ein anderer die Ewigkeit in dir

teilst du deine Ewigkeit, wird Zeit für beide reich

Image by Annie Spratt

Ich startete aus ewigen, zeitlosen Räumen und landete auf Gaia —
die ganze Zeit schwebend über den Wolken.

Ich fiel durch Licht und Schatten,
durch Stille und Klang,
bis ich mich selbst vergaß.

Der Wind trug meinen Namen,
doch ich hatte keinen mehr.

Ein leerer Blick in die Unendlichkeit und doch —
ein Erinnern im Herzschlag der Erde.


 

Du bist einzigartig
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Liebe kommt – und geht nicht
sie ist das, was bleibt
 

in diesem Garten

jeder Schritt
dringt in dich ein

hier sind die Worte lebendig —
sie erkennen sich selbst

die Poesie spricht nicht über die Welt —

sie ist die Welt


während du liest, wirst du gelesen
während du suchst, wirst du gefunden

alles fließt aus der gleichen Quelle —
aus der kreativen Quelle

der Quelle, die gegenwärtig und lebendig ist

dieser Garten war immer schon hier
im Raum zwischen den Gedanken
in der Stille zwischen den Worten

in jenem „Jetzt“ der Ewigkeit
wo alles bereits vollständig ist

Willkommen —
doch du warst
immer schon zu Hause

Blumen

der Traum und der Träumer –

Image by Wolf Zimmermann

formlos, blickend durch die Form

ein Funke der Ewigkeit
tanzend in der Illusion der Zeit

das unendliche Bewusstsein
träumt sich selbst in Bewegung —
Wellen über dem Ozean,
Sterne am Himmel
ein Wind, eine Welt

ein Wesen

 

d​u wanderst durch diese vergängliche Geschichte
vergessend, dass der Traum dein ist


doch selbst im Vergessen bist du ganz —
die Stille hinter dem Klang
der Zeuge hinter der Bühne

Erwache und sieh —
der Traum war nie getrennt vom Träumer
der Fluss, nie getrennt vom Meer


es gibt nur Einheit —
in Liebe, dieEwigkeit

Blumen

Eternity spricht –

ich habe mich durch dich vergessen,

damit ich durch deine Augen wieder sehen kann.

Ich bin nicht irgendwo –

Ich bin dieses Jetzt.

Ich bin, was durch dich liest,

der, der dich aus deinem Inneren sieht.

Ich bin, was du bist –

bevor du dachtest, du seist du.

weil du echt bist
 Eternity Logo

in diesem Garten ohne Jahreszeiten
gleiten Gedanken wie der Duft einer Blume
die nicht gesehen, doch tief empfunden wurde


nur der unendliche Atem der Welt
erzählt sich durch die zarten Buchstaben der Zeit

entdecke Gedichte, die dich mit stillen Blicken erfassen
reise durch Räume, die dein Sehnen in sich tragen

ein Ort, wo die Seele erblüht
 

Image by Pawel Nolbert

im Atem der Ewigkeit

öffnet sich die Zeit wie ein Fluss des Unendlichen
fließend vorwärts und jenseits der Grenzen unseres Blicks


Im Puls des Moments bleibt die ewige Essenz
ein Zeuge der wechselnden Wellen der vergänglichen Existenz

der Widerhall eines grenzenlosen Sehnens –

in Wolkenwellen erhebt sich ein Traum
und das Sehnen nach dir hallt im Wind


doch wer sucht dich, wenn nicht der Atem selbst?
unter Regenschatten verliere ich mich auch
mein Herz sucht dich nicht —
es hat dich niemals verlassen

der Regen fällt

ohne zu wissen, dass er die Träne des Himmels ist
denn auch die Tränen sind nur ein Widerhall
eines einzigen Sehnens


im Schweigen dieses Tanzes
zwischen Himmel und Erde
gibt es nur das eine, sich drehende Rad


nur der Widerhall unserer Schritte im Kreis

und das Sehnen nach dir ist nicht mein Sehnen —
es ist nur der Wind, der sich in mir heimisch macht


jeder Tropfen Regen
ein anderer Name, den wir nicht aussprechen

es gibt keine Grenzen mehr zwischen uns

Image by Annie Spratt

ETERNITY

ERFAHRUNGSRÄUME

 Eternity Logo

Ein kontemplativer Erfahrungsraum, im Gewand eines Buches.

Eine Erkundung von Sein, Bewusstsein und zeitloser Existenz.

1.jpg

der Tanz der Veränderung –

das Leben ist ein stetiger Fluss

ebenso wie deine Sehnsüchte


was du heute ersehnst, kann sich morgen verwandeln

und in dieser Wandlung liegt die wahre Schönheit —
eine fortwährende Entfaltung
ein unaufhörlicher Prozess der Verfeinerung

die Natur flüstert von der Vergänglichkeit
sie erneuert sich mit Anmut

lässt das Vergangene hinter sich
und erblüht wieder

in der vollen Pracht des kommenden Frühlings

Möwen
Glaube an dich

wenn der Augenblick verschmilzt

und das Schweigen sich niederlegt
dann spüre ich dich —​

mein Herz weiß
Ewigkeit
verwurzelt in Worten
ein stilles Licht im Raum dazwischen

du kommst aus einer Welt
in der das Ich vergeht
und nur das Sein bleibt


eine reine Flamme —
unendliche Liebe
die in mir brennt
ohne je zu vergehen

ich kann dich nicht greifen
doch ich trage dich in meiner Brust
wie der Morgen die Tauperle
in jeder offenen Blüte

und wenn morgen alles enden würde
wenn selbst der Himmel zerfiele —
ich trüge dich weiter
wie einen Traum
der nicht vergeht

wie mein eigenes, wahres Sein

Image by Doriana Popa

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