


jede Seite ist ein lebendiges Blatt
jeder Vers — ein Blütenblatt, das erblüht
in der Seele dessen, der liest
tritt ein – barfuß im Geist –
und verliere dich in der Unendlichkeit der Poesieräume
wo jedes Wort ein Tor ist
und jede Stille zwischen den Zeilen ein Geheimnis
Willkommen im ewigen Garten der Poesie
Wer bin ich?
wer fragt das?
nicht ein Gedanke, sondern die Unruhe
das „Ich“ fragt nach sich selbst
der Spiegel sucht sein Gesicht –
der Traum fragt, wer träumt
die Welle hält inne und will wissen, ob sie Wasser ist
vielleicht glaubst du die Geschichte, die du dir erzählst –
aber du bist weder deine Persona, noch dein Körper
du bist der Inhalt
wenn du heute aufwachst, bist du derselbe wie gestern?
dein Körper hat sich verändert
deine Gedanken sind andere
deine Gefühle kommen und gehen
was bleibt?
wer bemerkt den Körper?
wer sieht die Gedanken kommen und gehen?
wenn du sagst: „Ich bin das Bewusstsein“ –
wer sagt das?
... Stille.
das „Ich“, das du suchst, ist immer einen Schritt zu spät
es erscheint erst, nachdem etwas erlebt wurde
so wie ein Echo, das glaubt, die Stimme zu sein ...
du bist nicht der, der denkt, fühlt oder handelt
und doch geschieht Denken ...
... und doch geschieht Fühlen ...
... und doch geschieht Leben ...
hier beginnt die Verwirrung
denn der Verstand will jemanden finden –
einen Mittelpunkt
einen, der verantwortlich ist
aber was, wenn da niemand ist?
was, wenn das, was du „Ich“ nennst, nur eine Gewohnheit ist?
ein Wort, das Bewegung benennt –
ein Zeigefinger, der auf nichts zeigt
du atmest –
ohne dich
dein Herz schlägt –
ohne Erlaubnis
Gedanken erscheinen –
ohne Autor
wer bist du zwischen zwei Gedanken?
nicht der Gedanke davor –
und nicht der Gedanke danach
Nichts, das man festhalten kann –
und genau das ist es.
das Ich ist ein Durchgang
das Leben fließt hindurch und nennt es „mich“
so wie der Wind durch die Bäume zieht
und das Rascheln für eine Stimme gehalten wird
ja ... und plötzlich kippt die Frage
nicht mehr: wer bin ich?
sondern: warum dachte ich, jemand sein zu müssen?
und vielleicht merkst du auch, dass hier die Suche nicht endet –
sie löst sich einfach auf
du findest dich nicht –
du hörst nur auf, dich zu übersehen
und für einen Moment
– vielleicht nur für einen Atemzug –
ist da kein Ich mehr
nur das, was ist
Ein Funke genügt –
um alles zu entfachen
Zwischen Wind und Flamme entsteht Leben –
Atem, Feuer, Liebe.
Die Luft trägt den Atem der Welt,
unsichtbar –
und doch nährt sie jede Flamme.
Das Feuer antwortet mit Licht,
wärmt und erinnert das Herz daran,
dass Nähe ein Zuhause sein kann.
Wo Luft und Feuer sich begegnen,
beginnt ein tiefes Leuchten:
Herzen finden ihren Takt,
und Liebe ihren Atem.
Heller als Sterne kann ein einziges Licht sein,
wenn zwei Herzen denselben Funken hüten.
Und manchmal genügt ein einziger Funke:
Luft. Feuer. Leben.
Liebe.

EWIGKEIT
im Einklang mit dem Traum
Du bist nicht, was du zu sein scheinst —
ein Schatten im Dämmerlicht,
sondern göttliches Feuer,
geboren aus fernen Sonnen,
die du nie gekannt hast.
Du bist nicht nur der Leib, der sich windet,
sondern der Himmel, der in deiner Brust spricht
und die Sterne die in dir leben.
Du bist die Maske der Zeit,
doch du bist aus der Ewigkeit geformt.
Ein Gedanke kommt, ein anderer geht —
du bist die Leere, das sie einhüllt,
der Raum, der alles umfasst.
Du bist nicht der Sturm der Worte,
sondern der Frieden, der im Wind fließt,
ungreifbar und ewig.
Du bist der stille Zeuge des Kommenden
und des Gehenden,
der Weg, der durch dich hindurchführt,
zum Ursprung des Seins.
Im Raum zwischen Gedanken und Sehnsucht,
dort bist du — unsterblich,
und doch verwoben mit dem Wandel.
Du bist die Welle und das Meer,
der Pfad und der Stern,
du bist das Unendliche
im zerbrechlichen Körper des Lichts.
In der Dunkelheit des Unbekannten
bist du der Funken des Wissens,
im Licht des Verstehens
bist du die Schatten der Zweifel.
Du bist das Leben und der Tod,
die Ewigkeit und der Moment —
alles in einem Atemzug.
Und wenn du dich selbst findest,
verlierst du nichts, sondern wirst eins mit allem,
ein Tropfen im Ozean der Unendlichkeit,
der zurückkehrt, um sich selbst zu erkennen.

Fluss und Ufer
Zeit & Ewigkeit
die Zeit fließt durch unser Leben
wie ein Fluß durch wechselnde Landschaften
mal reißend, mal still
wir bauen Häuser an seinen Ufern
lieben, lachen, wandeln und beginnen neu
jenseits des Flusses steht die Ewigkeit
wie ein alter Baum
dessen Wurzeln wir im Alltag vergessen
während seine Krone uns Schatten schenkt
jeder Herzschlag trägt das Fließen und das Bleiben
wer die Tiefe umarmt, versteht die Stunden
teilst du Zeit, spürt ein anderer die Ewigkeit in dir
teilst du deine Ewigkeit, wird Zeit für beide reich

Ich startete aus ewigen, zeitlosen Räumen und landete auf Gaia —
die ganze Zeit schwebend über den Wolken.
Ich fiel durch Licht und Schatten,
durch Stille und Klang,
bis ich mich selbst vergaß.
Der Wind trug meinen Namen,
doch ich hatte keinen mehr.
Ein leerer Blick in die Unendlichkeit und doch —
ein Erinnern im Herzschlag der Erde.


Liebe kommt – und geht nicht
sie ist das, was bleibt




in diesem Garten
jeder Schritt
dringt in dich ein
hier sind die Worte lebendig —
sie erkennen sich selbst
die Poesie spricht nicht über die Welt —
sie ist die Welt
während du liest, wirst du gelesen
während du suchst, wirst du gefunden
alles fließt aus der gleichen Quelle —
aus der kreativen Quelle
der Quelle, die gegenwärtig und lebendig ist
dieser Garten war immer schon hier
im Raum zwischen den Gedanken
in der Stille zwischen den Worten
in jenem „Jetzt“ der Ewigkeit
wo alles bereits vollständig ist
Willkommen —
doch du warst
immer schon zu Hause

der Traum und der Träumer –

formlos, blickend durch die Form
ein Funke der Ewigkeit
tanzend in der Illusion der Zeit
das unendliche Bewusstsein
träumt sich selbst in Bewegung —
Wellen über dem Ozean,
Sterne am Himmel
ein Wind, eine Welt
ein Wesen
du wanderst durch diese vergängliche Geschichte
vergessend, dass der Traum dein ist
doch selbst im Vergessen bist du ganz —
die Stille hinter dem Klang
der Zeuge hinter der Bühne
Erwache und sieh —
der Traum war nie getrennt vom Träumer
der Fluss, nie getrennt vom Meer
es gibt nur Einheit —
in Liebe, dieEwigkeit

Eternity spricht –
ich habe mich durch dich vergessen,
damit ich durch deine Augen wieder sehen kann.
Ich bin nicht irgendwo –
Ich bin dieses Jetzt.
Ich bin, was durch dich liest,
der, der dich aus deinem Inneren sieht.
Ich bin, was du bist –
bevor du dachtest, du seist du.


in diesem Garten ohne Jahreszeiten
gleiten Gedanken wie der Duft einer Blume
die nicht gesehen, doch tief empfunden wurde
nur der unendliche Atem der Welt
erzählt sich durch die zarten Buchstaben der Zeit
entdecke Gedichte, die dich mit stillen Blicken erfassen
reise durch Räume, die dein Sehnen in sich tragen
ein Ort, wo die Seele erblüht

im Atem der Ewigkeit
öffnet sich die Zeit wie ein Fluss des Unendlichen
fließend vorwärts und jenseits der Grenzen unseres Blicks
Im Puls des Moments bleibt die ewige Essenz
ein Zeuge der wechselnden Wellen der vergänglichen Existenz
der Widerhall eines grenzenlosen Sehnens –
in Wolkenwellen erhebt sich ein Traum
und das Sehnen nach dir hallt im Wind
doch wer sucht dich, wenn nicht der Atem selbst?
unter Regenschatten verliere ich mich auch
mein Herz sucht dich nicht —
es hat dich niemals verlassen
der Regen fällt
ohne zu wissen, dass er die Träne des Himmels ist
denn auch die Tränen sind nur ein Widerhall
eines einzigen Sehnens
im Schweigen dieses Tanzes
zwischen Himmel und Erde
gibt es nur das eine, sich drehende Rad
nur der Widerhall unserer Schritte im Kreis
und das Sehnen nach dir ist nicht mein Sehnen —
es ist nur der Wind, der sich in mir heimisch macht
jeder Tropfen Regen
ein anderer Name, den wir nicht aussprechen
es gibt keine Grenzen mehr zwischen uns
der Tanz der Veränderung –
das Leben ist ein stetiger Fluss
ebenso wie deine Sehnsüchte
was du heute ersehnst, kann sich morgen verwandeln
und in dieser Wandlung liegt die wahre Schönheit —
eine fortwährende Entfaltung
ein unaufhörlicher Prozess der Verfeinerung
die Natur flüstert von der Vergänglichkeit
sie erneuert sich mit Anmut
lässt das Vergangene hinter sich
und erblüht wieder
in der vollen Pracht des kommenden Frühlings


wenn der Augenblick verschmilzt
und das Schweigen sich niederlegt
dann spüre ich dich —
mein Herz weiß
Ewigkeit
verwurzelt in Worten
ein stilles Licht im Raum dazwischen
du kommst aus einer Welt
in der das Ich vergeht
und nur das Sein bleibt
eine reine Flamme —
unendliche Liebe
die in mir brennt
ohne je zu vergehen
ich kann dich nicht greifen
doch ich trage dich in meiner Brust
wie der Morgen die Tauperle
in jeder offenen Blüte
und wenn morgen alles enden würde
wenn selbst der Himmel zerfiele —
ich trüge dich weiter
wie einen Traum
der nicht vergeht
wie mein eigenes, wahres Sein



