


Willkommen im Soulgarden –
in diesem Raum entfaltet sich die Stimme einer Literatur, die ein feines Geflecht aus Klangfarben, Symbolen und philosophischem Atem webt – eine Sprache, die träumt, lauscht und erleuchtet, dort, wo Prosa zu Poesie wird und Wahrnehmung sich in innere Landschaft verwandelt.
Ein Raum ist nicht immer ein Ort. Manchmal ist es ein Gefühl.
Sein.
Atmen.
Fluss.
Welle.
Wind.
Sonne.
Schein.
Kein Warum –
kein Ziel.
Fragen kommen.
Fragen gehen.
Alles ist.
Jetzt.
Du bist nicht jemand.
Du bist.

Wer bin ich?
wer fragt das?
nicht ein Gedanke, sondern die Unruhe
das „Ich“ fragt nach sich selbst, als wäre es verschwunden
doch wie kann das fragen, was nicht da ist?
der Spiegel sucht sein Gesicht
der Traum fragt, wer träumt
die Welle hält inne und will wissen, ob sie Wasser ist
vielleicht bist du die Geschichte, die du dir erzählst
deine Persona, dein Körper
deine Erinnerungen
doch wenn du heute aufwachst, bist du derselbe wie gestern?
dein Körper hat sich verändert
deine Gedanken sind andere
deine Gefühle kommen und gehen
was bleibt?
wenn du sagst: „Ich bin mein Körper“ –
wer bemerkt dann den Körper?
wenn du sagst: „Ich bin meine Gedanken“ –
wer sieht sie kommen und gehen?
wenn du sagst: „Ich bin das Bewusstsein“ –
wer sagt das?
... Stille.
das „Ich“, das du suchst, ist immer einen Schritt zu spät
es erscheint erst, nachdem etwas erlebt wurde
wie ein Echo, das glaubt, die Stimme zu sein ...
du bist nicht der, der denkt, der fühlt, der handelt
und doch geschieht Denken ...
... und doch geschieht Fühlen ...
... und doch geschieht Leben ...
hier beginnt die Verwirrung
denn der Verstand will jemanden finden –
einen Kern, einen Mittelpunkt
einen, der verantwortlich ist
aber was, wenn da niemand ist?
was, wenn das, was du „Ich“ nennst, nur eine Gewohnheit ist?
ein Wort, das Bewegung benennt –
ein Zeigefinger, der auf nichts zeigt
du atmest –
ohne dich
dein Herz schlägt –
ohne Erlaubnis
Gedanken erscheinen –
ohne Autor
wer bist du zwischen zwei Gedanken?
nicht der Gedanke davor –
und nicht der Gedanke danach
Nichts, das man festhalten kann –
und genau das ist es
das Ich ist keine Sache –
es ist ein Durchgang
das Leben fließt hindurch und nennt es „mich“
so wie der Wind durch die Bäume zieht
und das Rascheln für eine Stimme gehalten wird
ja ... und plötzlich kippt die Frage
nicht mehr: wer bin ich?
sondern: warum dachte ich, jemand sein zu müssen?
und vielleicht merkst du auch, dass hier die Suche nicht endet –
sie löst sich einfach auf
du findest dich nicht –
du hörst nur auf, dich zu übersehen
und für einen Moment
– vielleicht nur für einen Atemzug –
ist da kein Ich
nur das, was ist

ETERNITY
ERFAHRUNGSRÄUME

Georgiana-Andreea Aanei schreibt poetische Prosa an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Identität und inneren Räumen. Ihre Texte verbinden Bildkraft, philosophische Tiefe und eine unverwechselbare Klangsprache.
Mit ETERNITY ERFAHRUNGSRÄUME schafft sie ein Werk, in dem Traum, Erinnerung und Bewusstsein zu einem vielschichtigen Mosaik verschmelzen. Ein kontemplativer Erfahrungsraum im Gewand eines Buches – eine Erkundung von Sein, Bewusstsein und zeitloser Existenz.


Erforsche weitere Räume –
im Blog erwarten dich inspirierende Impulse

Halte inne.
Fühle, wie der Wind der Worte durch deinen Geist streicht, wie die Zeichen auf dem Papier deine Seele berühren. Lass sie in dich einsinken, wie der Regen die Erde tränkt. Lausche den Sätzen und höre die Stille zwischen ihnen.
Weißt du, Weisheit ist das Erleben –
nicht das Wissen.
Die Wurzeln eines Baumes greifen tief in die Erde, seine Zweige tanzen im Wind, doch Baum und Himmel sind eins. So bist auch du verbunden mit dem, was du suchst. Atme den Duft des Waldes, spüre die Erde unter deinen Füßen, lausche dem Ruf des Feuers und erkenne:
Alles ist verbunden.
Alles und Nichts ist Liebe.
Wir sind Tropfen im Fluss der Zeit, Funken im ewigen Feuer des Seins. Kein Blatt fällt ohne Grund, kein Windhauch ist bedeutungslos. In diesem Moment bist du hier, weil es so sein soll. Der Kreis hat sich geschlossen, die Fäden des Lebens haben dich an diesen Punkt geführt.
Liebe ist das Weben des Universums, das Band, das uns alle durchzieht. Liebe ist das, was wir geben und empfangen und doch ist Liebe auch das Nichts, das Loslassen, das Verschwinden in der unendlichen Leere, die zugleich Fülle ist. So wie der Nebel sich auflöst, wenn die Sonne steigt, so verschwindet das „Ich“, wenn wir erkennen, dass wir niemals getrennt waren. Der Schamane weiß:
Das Leben ist ein Traum
und wir sind die Träumer.
Die Vergangenheit ist Rauch, die Zukunft ein Schatten. Nur dieser Atemzug ist wirklich, dieses Jetzt. Jeder Herzschlag ist eine Geburt, jeder Atemzug ein leiser Tod. In diesem ewigen Kommen und Gehen, tanzt die Schöpfung ohne Anfang und ohne Ende.
Höre den Ruf des Nichts.
Es spricht im Rauschen der Bäume, im Wispern des Windes, im Schweigen zwischen den Sternen. Diese Räume zeigen nur auf das, was jenseits der Worte liegt.
Wahrheit ist wie Wasser –
sie fließt, sie formt und sie entzieht sich dem Griff.
Wenn du den Schöpfer suchst – suche nicht in den Büchern, nicht in den Religionen und Tempeln und noch weniger in den Namen, die Menschen ihm gegeben haben. Suche in den Augen eines Kindes, in der Stille des Morgens, in dem Lied, das der Fluss singt. Die Quelle ist. Sie atmet durch dich, sie spricht in jedem Tropfen Regen und in jeder Flamme, die flackert. Was du dem anderen antust, tust du dir selbst an, denn du bist der Fluss, du bist das Feuer, du bist der Wind, der durch die Welt streift. Erkenne das Spiel der Gedanken – sie kommen und gehen, wie Wolken am Himmel.
Du bist nicht die Wolken –
du bist der Himmel selbst.
In der Leere zwischen den Gedanken liegt die Freiheit, in der Stille zwischen den Klängen die Wahrheit. Alles, was du siehst, ist eine Spiegelung des Unendlichen. Die Dinge sind nicht das, was sie scheinen – sie sind Tore zu einer tieferen Wirklichkeit. Der Raum zwischen den Sternen, das Schweigen zwischen zwei Worten, dort offenbart sich das Mysterium. Ein Stein in der Hand eines Künstlers ist bereits ein Meisterwerk – verborgen unter Schichten, wartend darauf, freigelegt zu werden. So bist auch du mehr, als du dir vorstellst. In dir ruht ein unentdecktes Universum, ein Licht, das nur darauf wartet, zu erstrahlen.
Lass los.
Lass fließen.
Sei.
Der Kreis schließt sich –
& die Reise beginnt.
Lesen heißt, innere Räume betreten. Schreiben heißt, sie erschaffen.

Zeit & Ewigkeit
die Zeit fließt durch unser Leben
wie ein Fluß durch wechselnde Landschaften
mal reißend, mal still
wir bauen Häuser an seinen Ufern
lieben, lachen, wandeln und beginnen neu
jenseits des Flusses steht die Ewigkeit
wie ein alter Baum
dessen Wurzeln wir im Alltag vergessen
während seine Krone uns Schatten schenkt
jeder Herzschlag trägt das Fließen und das Bleiben
wer die Tiefe umarmt, versteht die Stunden
teilst du Zeit, spürt ein anderer die Ewigkeit in dir
teilst du deine Ewigkeit, wird Zeit für beide reich
Fluss und Ufer
Ein Buch über Räume, die nur entstehen, wenn wir die Augen schließen –
und manchmal gerade dann, wenn wir sie öffnen.

In diesen Räumen entfaltet sich eine literarische Welt, in der Zeit und Identität sich wandeln wie Licht im Spiegel. Die Autorin webt poetische Labyrinthe aus Metaphern, Traumsequenzen und inneren Landschaften – Texte, die zum Verweilen einladen und neue Ebenen der Wahrnehmung eröffnen. Für Leser:innen poetischer Prosa, leiser Identitätserzählungen und zeitgenössischer Bewusstseinsliteratur.
Manchmal ist Zeit kein Verlauf – manchmal ist sie ein Raum, der sich öffnet, wenn Erinnerung flüstert. In ETERNITY ERFAHRUNGSRÄUME wandern wir durch Traumlandschaften und Identitätsfragmente, durch Räume, die sich verändern, wenn wir sie betreten.
Ein poetisches Mosaik über Wahrnehmung, Identität, Sein und Bewusstsein.







