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mach es dir gemütlich

Willkommen im Raum der Impulse

vielleicht mit einer Tasse Tee oder Kaffee in der Hand,
einem Moment der Ruhe im Herzen
und der Bereitschaft, dich von Worten berühren zu lassen,
die dich sanft nach innen führen

Mut trägt zunächst das Gesicht der Angst

  • Autorenbild: Andreea
    Andreea
  • 18. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Angst ist die Schwelle, nicht der Abgrund, sie fühlt sich merkwürdigerweise an wie Stillstand, doch sie ist nur der Moment vor der Bewegung. Freiheit beginnt erst dort, wo der Körper noch zögert, die Seele aber bereits geht. Mut ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung im Bleiben.





Heute wollte ich mutig sein

und verlor im entscheidenden Moment kurz den Faden

Mut fühlt sich anfangs an wie Angst

erst wenn wir hindurchgehen

wenn wir unsere Muster unterbrechen

entsteht Weite und fühlt sich an wie Freiheit


Mut kommt nicht laut

er betritt den Raum verkleidet als Angst

legt sich schwer auf die Brust

und flüstert Warnungen


erst wenn man bleibt –

öffnet er die Tür und tritt zur Seite


was dann bleibt –

ist Weite


Angst ist das Geräusch der eigenen Grenzen

Mut ist der Moment, in dem man hindurchgeht und merkt

dass es nur Echo war


Freiheit fühlt sich nicht frei an, wenn sie beginnt

sie beginnt meist als Enge, oder als Frage ohne Antwort

und erst im bleiben löst sie sich vom Körper und wird Atem


Mut ist Angst, die man durchschreitet –

und Freiheit ist das, was auf der anderen Seite keinen Namen mehr braucht


Angst ist sein erstes Gewand

sie spricht von Verlust

von Unsicherheit, von dem, was sich nicht kontrollieren lässt

sie hält uns an der Schwelle

dort, wo Bewegung noch Entscheidung ist

und Stillstand sich wie Schutz anfühlt


doch Angst ist kein Ende

sondern die Tür, die sich nur öffnet, wenn man auf sie zugeht

erst im Durchschreiten verliert sie ihre Schwere

wird durchlässig, fast durchsichtig


Freiheit beginnt im Schritt

im Bleiben

während der Körper noch zweifelt

und etwas Tieferes bereits weiß

was sich auf der anderen Seite zeigt –

trägt nur Weite

ein tiefes Einverständnis mit dem eigenen Weg


Mut war nie die Abwesenheit von Angst

er war immer die Entscheidung –

ihr nicht auszuweichen




Angst vor Ablehnung ist selten Angst vor dem Anderen. Sie ist Angst vor dem Moment, in dem das eigene Empfinden keinen Widerhall findet, vor der Möglichkeit, dass etwas Wahres in uns ohne Antwort bleibt.


Ablehnung ist kein Urteil über das Gefühl,

vielmehr ist sie Stille zwischen zwei Wirklichkeiten.


Diese Angst entsteht dort, wo das Selbst gelernt hat, sich über Anerkennung zu sichern, wo Zugehörigkeit an Lesbarkeit geknüpft ist und Sichtbarkeit an Bedingungen. Früh lernen wir, Empfindungen zu prüfen, bevor wir sie zulassen und Worte zu sortieren, bevor sie den Raum betreten. Man hält sich zurück, aus der Hoffnung, dass Zurückhaltung schützt.

Im Alltag zeigt sich diese Bewegung wie ein Gedanke – im Arbeitskontext bleibt unausgesprochen, weil er das Gefüge stören könnte. Ein Blick wird gesenkt, weil Nähe eine Antwort verlangt. Wir nennen es dann Professionalität oder Taktgefühl, doch oft ist es ein Verharren an der Schwelle.


Die Schwelle ist der Moment vor der Entscheidung.


Zeit verstärkt diese Spannung – als stille Konsequenz. Zeit bewahrt nichts auf, denn was nicht gelebt wird, geht nicht verloren – es findet einfach nie statt. Der Augenblick kehrt nicht zurück, um befragt zu werden. Wahrhaftig zu sprechen bedeutet, dem eigenen Empfinden Realität zuzugestehen. Ablehnung mag vielleicht folgen, doch sie entwertet nicht, sie trennt nur einige Wege, nicht Wahrheiten.

Zwei Menschen können sich begegnen und dennoch aneinander vorbei leben. Mut erscheint genau hier, als Loslassen der Kontrolle über den Ausgang. Er fühlt sich an wie Angst, weil er den Schutz des Möglichen verlässt und sich der Wirklichkeit aussetzt. Mut ist ein Schritt ins Ungewisse.

Freiheit zeigt sich im Vollzug, im Gesprochenen und im Bleiben, während der Körper noch zweifelt und etwas Tieferes bereits weiß.


Freiheit ist Weite nach dem Wort.


Vielleicht besteht ein erfülltes Leben nicht darin, Ablehnung zu vermeiden, sondern darin, der eigenen Stimme Raum zu geben. Denn was ausgesprochen wird, geht nicht verloren – es wird Teil der Welt und selbst wenn nicht jede Wahrheit beantwortet wird, verändert sie doch den, der den Mut hatte, sie zu leben.

 
 
 

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