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Warum positives Denken nicht funktioniert – und was Bewusstsein verändert

  • Autorenbild: Georgiana-Andreea
    Georgiana-Andreea
  • 31. Juli
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Aug.

Das reine Bewusstsein ist die Leinwand, auf der unser Leben gemalt wird.


Was geschieht, wenn wir uns schlecht fühlen und uns gleichzeitig einreden, dass wir positiv denken müssen? Kann positives Denken wirklich unsere innere Realität verändern – oder entsteht dadurch manchmal nur ein neuer Widerstand gegen das, was gerade in uns geschieht?


Wir sind hier, um das Menschsein zu erleben, um uns an das Wesen zu erinnern, das wir vor jeder Erfahrung bereits waren und immer sind. Das reine Bewusstsein ist die Leinwand, auf der unser Leben gemalt wird. Wenn wir diesen Raum der Stille in uns berühren, verändert sich nicht immer sofort das, was im Außen geschieht. Was sich verändert, ist unsere Perspektive darauf, wer wir im Angesicht der Welt sind.


Neulich hatte ich in den Kommentaren einen wunderbaren, sehr tiefgründigen Austausch, der genau diesen Kern berührt hat. Es ging um eine Frage, die uns auf dem Weg der Bewusstwerdung wohl alle irgendwann beschäftigt:


„Bestimmen wir unser Leben einfach dadurch, dass wir uns mental dazu entscheiden, gut drauf zu sein?“


Warum positives Denken nicht funktioniert ist eine wunderbare und zugleich tiefgehende Frage. Auf den ersten Blick erinnert dieser Ansatz an klassisches Mentaltraining. Tatsächlich berührt er jedoch eine viel tiefere Ebene innerer Veränderung.

Denn was geschieht, wenn wir uns innerlich elend fühlen und uns gleichzeitig einreden: Alles ist toll. Ich bin glücklich. Ich entscheide mich jetzt einfach für ein gutes Gefühl. Oft entsteht dadurch ein neuer innerer Konflikt.


Warum?


Weil ein Teil von uns versucht, das tatsächlich Erlebte zu überdecken. Wir wollen das Gefühl verändern, bevor wir es überhaupt wirklich wahrgenommen haben. Genau hier beginnt die Frage Warum positives Denken nicht funktioniert – und was Bewusstsein verändert zu einer Frage des Bewusstseins zu werden. So entsteht Widerstand. Wir versuchen, das Außen oder unser inneres Erleben mit mentaler Kraft zu verändern, anstatt zunächst dort anzukommen, wo wir gerade sind. Doch was geschieht, wenn wir Gefühle als reine Energie betrachten, die durch uns hindurchfließt?

Dann verändert sich die Perspektive. Ein Gefühl muss nicht mehr sofort zu unserer Identität werden. Traurigkeit bedeutet nicht automatisch: Ich bin traurig. Angst bedeutet nicht automatisch: Ich bin ein ängstlicher Mensch. Da ist ein Gefühl. Und da ist das Bewusstsein, das dieses Gefühl wahrnimmt. Genau hier beginnt eine andere Form von Freiheit.




Warum positives Denken nicht funktioniert – und was Bewusstsein verändert



Positives Denken kann kraftvoll sein. Gedanken beeinflussen unsere Wahrnehmung, unsere Haltung und die Art, wie wir Erfahrungen interpretieren. Doch positives Denken funktioniert nicht, wenn es dazu dient, etwas in uns zu verdrängen, das gerade gefühlt werden möchte. Wenn wir uns innerlich schlecht fühlen und uns gleichzeitig zwingen, positiv zu denken, entsteht eine Spaltung zwischen dem, was tatsächlich da ist, und dem, was wir glauben, fühlen zu müssen. Das Gefühl wird zum Problem. Und damit beginnt der Kampf. Vielleicht lässt sich genau hier die Frage „Gefühle annehmen: Warum positives Denken oft blockiert“ auf eine einfache Weise verstehen: Wir versuchen, uns aus einem Zustand herauszudenken, anstatt ihn zunächst bewusst wahrzunehmen.


Es geht letztlich nie nur darum, was wir denken, sondern darum, wer diesen Gedanken beobachtet.




Vom Menschsein ins Sein

Der Widerstand


Wenn du diesen Weg wählst, startest du aus einer getrennten Perspektive. Du identifizierst dich als die Person, als der Mensch, dessen Wohlbefinden von den äußeren Umständen abhängig ist. Läuft es im Außen unrund, fühlst du dich schlecht – und versuchst dann, dich durch Techniken oder Anstrengung irgendwie wieder „gut“ zu fühlen. Das ist ein spiritueller Kraftakt und genau die klassische Idee des Mentalstrainings, die oft scheitert. Wir wollen vom Menschsein ins Sein gelangen und versuchen, unser Menschsein dabei zu überwinden.




Vom Sein ins Menschsein

Das Fließen


Der andere Weg ist pure Fülle und beginnt im Erkennen dessen, was bereits da ist. Wenn du weißt, dass du das Bewusstsein bist, das eine menschliche Erfahrung macht, dann fließt du aus dem Sein ins Menschsein. Du ruhst bereits in dem Wissen, dass du unendliches Bewusstsein bist, und aus dieser inneren Fülle heraus erlebst du deinen Alltag und wählst in jedem Moment ganz frei, wie du dich fühlst. Du musst deinen Gefühlen keinen Widerstand mehr entgegensetzen.


Du darfst sie erfahren.

Du darfst traurig sein.

Du darfst wütend sein.

Du darfst Freude erleben.


Alles darf durch dich hindurchfließen, denn du bist nicht auf einen einzelnen Zustand reduziert.

Du ruhst in dem Wissen, dass dein Wesen tiefer reicht als jeder einzelne Gedanke, jedes Gefühl und jede Situation.




Gefühle beobachten statt sie verändern



Es geht letztlich nie darum, was wir denken, sondern wer diesen Gedanken beobachtet.


Also ich als Mensch, oder ich als das Bewusstsein, das in diesem menschlichen Kostüm steckt und durch meinen Avatar dieses Spiel des Lebens erfährt? Und das ist die Rolle des reinen Bewusstseins, unseres wahren Seins. Aus dieser Erkenntnis heraus wählen wir unsere Realität in absoluter Freiheit und nicht mehr aus der begrenzten, menschlichen Perspektive. 


Vielleicht müssen wir ein Gefühl gar nicht sofort verändern.

Vielleicht dürfen wir es zuerst kennenlernen.

Was geschieht gerade in meinem Körper?

Wo spüre ich es?

Welche Gedanken begleiten es?

Welche Geschichte entsteht darum?

Und wer nimmt all das wahr?


In diesem Moment verschiebt sich die Wahrnehmung, das Gefühl ist weiterhin da, doch die Identifikation beginnt sich zu lösen. Du beobachtest die Angst, ohne zu deiner Angst zu werden. Du beobachtest die Traurigkeit, ohne dich vollständig mit ihr zu identifizieren. Du beobachtest den Gedanken, ohne ihn automatisch für die Wahrheit zu halten. In diesem Raum entsteht Bewusstheit und Bewusstheit schafft Raum für Wahl. Und vielleicht liegt genau darin die tiefere Bedeutung von „Gefühle annehmen: Warum positives Denken oft blockiert“: Gefühle anzunehmen bedeutet, dem Erleben Raum zu geben, bevor wir versuchen, es zu verändern.




Was verändert sich, wenn wir aus dem Bewusstsein leben?


Wenn wir aus dem reinen Sein heraus leben, beginnt sich auch unser Verhältnis zu unseren Erfahrungen zu verändern. Die äußere Situation muss sich nicht sofort verändern, doch unsere Beziehung zu ihr kann sich verändern. Wir erleben einen Gedanken, wir beobachten unsere Reaktion und wir erkennen die Bedeutung, die wir einer Erfahrung geben.

Zwischen dem, was geschieht, und dem, wie wir darauf antworten, öffnet sich ein Raum und in diesem Raum können wir wählen.


Welche Haltung möchte ich einnehmen?

Welche Bedeutung möchte ich dieser Erfahrung geben?

Wie möchte ich denken?

Wie möchte ich sprechen?

Wie möchte ich handeln?

Wie möchte ich mich durch diesen Moment bewegen?


So beginnt Transformation, durch das bewusste Erinnern an den Raum, aus dem heraus wir wählen.




Bewusstsein und Selbstermächtigung


Selbstermächtigung beginnt für mich genau hier, in dem Moment, in dem wir erkennen, dass wir unsere innere Welt mitgestalten können, unsere Gedanken, unsere Haltung, und unsere Wahrnehmung. Die Bedeutungen, die wir Erfahrungen geben und die Entscheidungen, die daraus entstehen.

Das bedeutet wir beginnen, unsere eigene Position innerhalb dieser Situation bewusst einzunehmen. Wir werden vom Reagierenden zum Gestaltenden, vom Getriebenen zum Bewussten und vom Menschen, der auf das Leben wartet, zum Menschen, der beginnt, mit dem Leben zu schöpfen.




Vom Suchen zum Erinnern



In Eternity Erfahrungsräume nehme ich dich mit auf einen Weg, den ich selbst gegangen bin.

Lange war ich überzeugt, immer noch mehr heilen zu müssen. Jede Erkenntnis schien den nächsten Schritt der Heilung einzufordern und irgendwann erkannte ich, dass auch diese Suche zu einer Identität werden kann – zu der Vorstellung, erst irgendwann vollständig oder angekommen zu sein.


Der entscheidende Wandel begann, als ich anfing, aus dem reinen Sein heraus zu leben. Ich begann zu erkennen, dass ich jederzeit wählen kann. Diese Wahl hängt nicht davon ab, ob sich die äußeren Umstände bereits verändert haben, sie beginnt in unserem Inneren. Mit unseren Gedanken, mit unserer Haltung und mit der Bedeutung, die wir unseren Erfahrungen geben. Wenn wir eine neue Realität erschaffen möchten, beginnt dieser Prozess mit einer bewussten Wahl. Anschließend dürfen wir lernen, im Einklang mit dieser Wahl zu denken, zu sprechen, zu handeln und zu fühlen.


So entsteht Transformation, durch bewusstes Erinnern, durch Verkörperung und durch die Bewegung aus dem Bewusstsein zurück ins Menschsein.




Die Kunst, aus dem Bewusstsein ins Menschsein zu fließen



Vielleicht sind wir hier, um genau diese Bewegung zu erfahren.

Das reine Bewusstsein und das zutiefst menschliche Leben.

Die Stille und die Erfahrung.

Das Unendliche und der Körper.

Das Sein und das Menschsein.


Wir sind hier, um Menschsein zu erleben und uns dabei an das Wesen zu erinnern, das wir vor jeder Erfahrung bereits waren und immer sind.


Alles.

Nichts.

Liebe.

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